Medion Akoya S4219 MD60026 (Notebook)

Da mein Jumper EZBook nach nur zwei Wochen den Geist aufgegeben hatte habe ich mich nach einem neuen Notebook mit 14“ FullHD Display und mind. 4GB RAM umgesehen. Genau in diesen Zeitraum fiel das Angebot des Medion Akoya S4219 MD60026 für 299,-€ bei notebooksbilliger.de bzw. direkt bei Medion.

Also flux bestellt, einen Tag später war es auch schon bei mir und direkt gestartet.

Hardware / Technische Daten:
CPU: Intel Pentium N3700 – Ok, ist kein i7 aber für Office, Videos schauen, Musik hören, surfen usw. bestens geeignet (auch gleichzeitig)
RAM: 4GByte – weniger bringts bei Windows 10 auch nicht
HDD: 128GByte eMMc – fest verbaut, leider sehr langsam
Anschlüsse: 1xHDMI, 2xUSB 2.0, 1xUSB 3.0, 3in1 (SD/SDHC/SDXC), 1xErweiterungsschacht für 2,5Zoll HDD/SSD/…
Display: 14“ FullHD (1920×1080), Matt
Wireless LAN 802.11 B/G/N
Audiosystem mit zwei Lautsprechern
Combo Audio/Mikrofon Buchse (3.5mm)
HD-Webcam (nicht getestet)
Abmessungen: (BxTxH) 341x236x20mm
Akku: 2-Zellen Lithium-Polymer-Akku für max. 5 Std. Laufzeit
Gewicht: knappe 1,6kg

Das Notebook kann man mit einer Hand öffnen wenn es z. B. auf dem Tisch steht.

Es ist ein mattes ISP-Display mit LED-Hintergrundbeleuchtung verbaut. Meins hat einen(!) leuchtenden Pixel der aber nicht weiter auffällt. Die Ausleuchtung ist nicht besonders gut gelungen. Bei sehr dunklen Bildern sieht man helle Höfe in den oberen Ecken. Im unteren Bereich hat man das Gefühl als säße man im Theater. Die Ausleuchtung wechselt von hell zu dunkel. Dieser „Theatereffekt“ gilt auch für sehr helle Hintergründe. Der Betrachtungswinkel ist gut.

Was auffällt ist der doch recht lang dauernde Startvorgang des bereits installierten Windows 10. Gut, erster Start, muss sich Windows erst mal installieren und initialisieren … Aber auch nach dem ersten Start und dem Installieren der aktuellsten Updates wurde es nicht wirklich schnell. Dies liegt an dem verbauten eMMc-Speicher der kaum schneller scheint als eine gute mechanische Festplatte.

Das Notebook verfügt über einen Schacht für eine 2.5“-SATA-Festplatte bis 7mm Höhe. Also direkt die alte Samsung 830 SSD mit 256GB aus meinem PC ausgebaut und ab damit ins Notebook. Windowsimage auf einen USB-Stick und „mal eben“ Windows 10 auf der SSD installiert. Siehe da, der Startvorgang liegt in annehmbaren Zeiten. Vor dem Starten per USB-Stick muss im BIOS noch die Startreihenfolge geändert werden. In das sehr spartanisch dafür aber übersichtlich eingerichtete BIOS gelangt man wenn nach dem Starten des Notebooks die Taste F2 drückt.

Sämtliche Hardware wird von Windows direkt erkannt. Man benötigt keine weiteren Treiber um z. B. das Touchpad oder das WLan-Modul unter Windows einzubinden. Lediglich der Originaltreiber für die Grafik sollte installiert werden (einfach auf der Medion Webseite herunterladen) da es sonst zu Problemen mit der Erkennung von Bildschirmen am HDMI Port kommen kann.

Sollte man keine Lust haben das OS auf SSD/HDD komplett neu zu installieren kann man natürlich auch bei der eher langsamen eMMc bleiben und das zweite Laufwerk zur Speicherung von Programmen, Spielen oder was auch immer nutzen.

Windows auf die SSD zu installieren stellt aber kein Problem dar da der Windowskey mit dem Gerät verknüpft und bei Microsoft registriert ist. Somit entfallen nervige Eingaben zu irgendwelchen Lizenzberechtigungen.

Eine weitere Möglichkeit ist den Inhalt der eMMc auf die SSD/HDD zu spiegeln. So bleiben alle bisherigen Änderungen erhalten (im BIOS Startreihenfolge ändern!).

Leider kann man die 4GB RAM nicht erweitern. Zwar ist auf der Platine die Möglichkeit gegeben einen weiteren RAM-Slot zu löten, leider fehlen einige Bauteile rund herum sodass ein RAM-Modul dort nicht funktionieren würde.

Durch den eingebauten Lüfter wird die Hardware gut gekühlt. Selbst unter Volllast ist der Ventilator kaum zu hören.

Der Intel Pentium N3700 ist keine Rakete. Jeder i3 ist schneller. Allerdings hat er eine geringe Leistungsaufnahme, dadurch eine geringe TDP, echte 4-Kerne und ist für die alltägliche Arbeit mehr als ausreichend. Hinzu kommen die 4GByte Arbeitsspeicher die für Windows schon sein müssen. Linux käme auch mit weniger Speicher aus.
Apropos Linux: nach der Installation von openSuse sowie diversen Ubuntu Distributionen bin ich am Ende bei Linux Mint hängen geblieben. Allen Distributionen gemein war dass das WLan Modul nicht erkannt wird und somit erst mal kein Zugang zum Internet vorhanden ist. Das „Problem“ daran ist dass das MD60026 nur über WLan mit seiner Umwelt kommunizieren kann da ein LAN-Port fehlt. Der entsprechende Treiber für das WLan Modul ist aber schnell gefunden und ebenso schnell installiert.
Leider bekomme ich bis heute den HDMI Port unter Linux nicht dazu ein Bild auszugeben. Keine Treiber, keine Infos im Netz … nichts.
Unter Windows scheint der HDMI Port auch nur mit den mitgelieferten bzw. originalen Medion Treibern zu funktionieren. Einmal eingerichtet kann man dann z. B. auf einem angeschlossenen Fernseher ohne Probleme Videos sehen während man „Nebenan“ durchs Netz surft.
Zur Leistung der CPU/iGPU: das Spiel Civilization V läuft in FullHD bei niedrigsten Einstellungen zwar nicht ganz ohne zu ruckeln; aber es läuft.

Fazit:
Ich möchte das Dingen nicht mehr missen! Guter 14 Zoll FullHD Bildschirm, von „Haus aus“ genug Speicherkapazität, geringes Gewicht; nur die Aukkulaufzeit könnte etwas besser sein. Hervorragend für Dinge wie Browsen, leichtes Gaming, Office sowie Medienkonsum geeignet!
Für die regulären 379,-€ empfinde ich das Preis- / Leistungsverhältnis als nicht besonders gut. Absolut in Ordnung empfand ich hingegen das Angebot von 299,-€.